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Was bedeutet Mandantenfähigkeit in einem CAQ-System? Einfach erklärt.

Mandantenfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines CAQ-Systems, mehrere rechtlich oder organisatorisch getrennte Einheiten – sogenannte Mandanten – innerhalb einer gemeinsamen Systemumgebung zu verwalten. Jeder Mandant ist logisch isoliert, kann aber bei Bedarf über definierte Prozesse Daten mit anderen Mandanten teilen.

Mandantenfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Softwaresystems, mehrere organisatorische oder rechtliche Einheiten (Mandanten) innerhalb einer einzigen Installation sauber voneinander zu trennen. Jeder Mandant verfügt dabei über eigene Datenräume, Verantwortlichkeiten, Rechte, Nachweise und Governance-Regeln.

Kerngedanke

Ein Mandant entspricht einer eigenständigen Organisationseinheit, etwa einer Tochtergesellschaft, einem Standortverbund oder einem Geschäftsbereich. Die Mandanten arbeiten getrennt, können aber definierte Daten gemeinsam nutzen (z. B. Normen, Kataloge, Prüfmethoden).

Wichtige Merkmale

  • Datentrennung & Compliance: Jede Einheit erfüllt ihre rechtlichen Vorgaben (z. B. ISO, IATF, FDA) innerhalb ihres eigenen Datenraums.

  • Revisionssicherheit: Historien, Signaturen, Audit-Trails und Berechtigungen werden mandantenbezogen geführt.

  • Gemeinsame Governance: Übergreifende Elemente wie Fehlerkataloge oder Normen können zentral gepflegt und verteilt werden.

  • Autonomie: Jede Einheit arbeitet unabhängig, bleibt aber in eine gemeinsame Systemlandschaft eingebettet.

 Vergleichstabelle: Mandant vs. Werk

MerkmalMandantWerk
EbeneStrategischOperativ
Typische EinheitGesellschaft, StandortgruppeWerk, Linie, Bereich
DatenstrukturEigene DatenräumeGemeinsame Datenbasis mit Parametern
ZweckGovernance, ComplianceProduktion, Prozesse

Praxisbeispiel (aus QM.CAQ)

Ein Unternehmen mit drei Gesellschaften in Europa, Asien und Nordamerika nutzt in QM.CAQ separate Mandantenstrukturen. Innerhalb eines Mandanten werden Werke wie Fertigung, Montage oder Lackierung eigenständig verwaltet, aber zentral ausgewertet.

Fazit / Abschluss

Mandantenfähigkeit ist ein zentrales Architekturprinzip moderner CAQ-Systeme. Sie schafft klare Verantwortlichkeiten, vereinfacht Compliance und ermöglicht skalierbare Qualitätsprozesse – besonders in international tätigen Unternehmen.

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